Base
Art (species)

Paracaloceras coregonensis SOWERBY

Gruppe

Arieten

Horizont

atanatense

Zone

marmoreum-Zone

Stufe

Oberes Hettangium

Hinweis

Beschreibung nach Wähner (1888), ergänzt

Beschreibung

Paracaloceras coregonensis ist eine evolute Art, die Windungen sind fast immer breiter als hoch. Erst im Alter kann bei ausgewachsenen Exemplaren die letzte Windung weniger an Dicke zunehmen und ist entsprechend höher als breit. Vor allem auf den innersten Windungen ist der WQ hoch-trapezförmig, die Externseite ist stark abgeflacht, so dass der Übergang Flanke-Externseite als Kante ausgebildet ist.
Dazu sind die Rippen auf den innersten Windungen sehr stark und hoch (WÄHNER bezeichnet sie als „Kämme“), die von Zwischenräumen getrennt sind, die breiter als die Rippen sind. Die Rippen verlaufen radial bis leicht retroradiat, zuerst gerade über die Flanken, mit zunehmender Ontogenie weisen sie eine konkave Biegung nach vorne auf. Sie nehmen bei kleinen Exemplaren vom Innenbug an zunehmend an Höhe zu und schwellen am Außenbug zu knotenähnlichen Gebilden an, um dann sehr schnell zu verlöschen. Das verleiht der Windung – von der Externseite aus gesehen – das Aussehen, als wäre sie von einer doppelten Dornenreihe begrenzt.
Die Höhe der Rippen nimmt im Verlauf der Ontogenie ab, sind aber immer deutlich markiert. Ab einem relativ kleinen Durchmesser (15-20mm) kann bereits ein Kiel ausgebildet sein, mit mehr oder weniger deutlichen Kielfurchen. Die Rippen verlaufen dann bis zur Externseite und enden erst bei der Kielfurche. Die Kielfurchen können bei ausgewachsenen Exemplaren besonders deutlich ausgebildet sein.
Eine sehr ausführliche Beschreibung der typisch arietitiden Lobenlinie sowie der kompletten Art gibt WÄHNER 1887.
Bemerkenswert ist, dass sich die Wuchsverhältnisse im Laufe der Ontogenie ändern, eine ausführliche Maßtabelle ist in KMENT 2000 vorhanden.
Die Windungsdicke ist dabei sehr variabel. Es gibt alle möglichen Varianten, so dass keine Unterarten abzugrenzen sind.

Vergleiche

Paracaloceras centauroides ist am ähnlichsten, aber deutlich durch den engeren Nabel und die noch dickeren Windungen abzutrennen.
Die typische Berippung auf den Innenwindungen und der charakteristische Verlauf über die dicken Windungen machen Paracaloceras coregonensis sehr leicht kenntlich.

Abmessung

Abmessungen bei D=35mm:
Nw % v. D: ca. 57%
Wh % v. D: ca. 24%
Wb % v. D: ca. 27-35%

Abmessungen bei D=100mm:
Nw % v. D: ca. 65%
Wh % v. D: ca. 19%
Wb % v. D: ca. 19%

Literatur

1882 Aegoceras coregonense Sow. – CANAVARI S. 173, Taf. 19.12-15

1887-1888 Arietites coregonensis Sow. (Can.) –WÄHNER S. 311, Taf. 40.1-3, 41.1-4, 42.1-4, 43.1-6

2000 Paracaloceras coregonense Sowerby – KMENT S. 206