Base
Art (species)

Alpinoceras haueri GÜMBEL

Gruppe

Alsatiten/Alpinoceraten

Horizont

marmoreum, seebachi

Zone

marmoreum-Zone, megastoma-Zone

Stufe

Oberes Hettangium

Beschreibung

Die Gehäuse sind sehr evolut. Der WQ ist oval, fast rund. Von der Naht an steigen die gewölbten Flanken an, erreichen in der Mitte ihre größte Höhe und fallen zur Externseite wieder ab. Die Externseite besitzt einen erhabenen, kräftigen Kiel mit deutlichen, tief eingesenkten Furchen. Der Kiel ist schon bei sehr kleinen Exemplaren deutlich ausgebildet. Durch die enge Rundung zwischen Flanke und Furchen sind bei manchen Exemplaren Nebenkiele zu beobachten. Das wird besonders deutlich bei sehr großen oder etwas zusammengedrückten Gehäusen.
Die Berippung beginnt auf den innersten Windungen als Knoten, die in ein Stadium kräftiger, wenig gebogener Rippen übergeht. Mit zunehmender Größe entwickelt sich die typische Skulptur: Die Rippen beginnen an der Naht stark zurückgeneigt und verlaufen in einem weiten Bogen über die Flanke, wo sie sehr stark nach vorne geneigt in die Nebenkiele übergehen. Der Rippenverlauf auf den Flanken ist verblüffend ähnlich zu dem von Alsatites proaries.
Alpinoceras haueri ist eine häufige und auch großwüchsige Form, die auch sehr variabel ist, was Rippenhöhe, -anzahl und die Ausprägung der Kielfurchen betrifft. Wähner beschreibt die Art sehr ausführlich und grenzt zusätzlich noch eine Varietät „altior“ ab, die höhere Windungen und einen engeren Nabel besitzt. Der Einfachheit halber übernehmen wir diese Abgrenzung momentan nicht.
Alpinoceras haueri kommt in der obersten megastoma-Zone vor, zusammen mit A. seebachi und anderen Alpinoceraten. Wie bereits Wähner aufgefallen ist, finden sich euch Exemplare zusammen mit A. marmoreum, die sicher nicht umgelagert wurden.

Vergleiche

Der kräftige Kiel mit tiefen Furchen und die stark vorwärts gebogenen Rippen machen diese Art unverwechselbar.
Ein wenig ähnlich berippt ist A. salinarius, das aber sehr viel dickere Windungen besitzt.

Abmessung

Abmessungen bei D= 100mm (nach Wähner):
Nw % v. D: ca. 66%
Wh % v. D: ca. 19%
Wb % v. D: ca. 19%

Literatur

1879 Arietites Haueri Gümbel – Neumayr S. 39, Taf. 6.1-3

1885 Arietites Haueri Gümb. – Wähner S. 127, Taf, 31.3, 34.1, 35.2, 38.8-9

1963 Arietites (Alpinoceras) haueri (GÜMBEL) – Blind S. 99

2000 Alpinoceras haueri Gümbel – Kment S. 204