Später Saisonstart – aber fundreich

Autor: Dipl. Geol. Kurt Kment

Aufgrund des diesjährigen äußerst schneereichen Winters im Karwendelgebirge, konnte ich erst etwa sechs Wochen später als gewöhnlich mit den ersten Exkursionen starten – Ende Juni.
An einem Aufschluss, an dem seltene Ammoniten aus dem mittleren Hettangium auftreten, konnte ich eine ca. einen halben Quadratmeter große Fläche ausfindig machen und abbauen.
Der dortige Kalkstein ist sehr grob, übersät mit Eisen-Mangan-Konkretionen und man würde niemals vermuten, dass man gut erhaltene Ammoniten finden könnte.
Aber ich wusste, dort sind welche zu finden!
Somit kann ich euch nun zwei sehr gut erhaltene Ammoniten präsentieren. Der erste ist ein Alpinoceras loki WÄHNER, 9 cm im Durchmesser und ohne Schalenerhaltung. Das Phragmokon ist völlig kalzifiziert und ohne markanten Kiel.
Der zweite Ammonit ist ein wenig kleiner, ca. 5 cm im Durchmesser und mit Schalenerhaltung. Es handelt sich um einen Alpinoceras haueri GÜMBEL. Diese Art hat normalerweise einen sehr markanten Kiel und steile Furchen. Bei diesem Exemplar fehlen diese jedoch. Dennoch ist die Art an sich korrekt bestimmt, da die Berippung und der markante Kiel sehr charakteristisch sind.

Alter: Mittleres Hettangium, megastoma-Zone
Fundort: Karwendel Gebirge

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