Base
Art (species)

Atractites jeletzkyi MARIOTTI & PIGNATTI

Gruppe

Atractiten

Horizont

naumanni/johnstoni

Zone

Planorbis-Zone

Stufe

Mittleres Hettangium

Hinweis

Beschreibung nach Mariotti & Pignatti (1996), ergänzt

Beschreibung

Das Telum ist recht großwüchsig, spindelförmig und schlank. Es wird adoral (mundwärts) rasch schmäler und ist dünn und zylindrisch am vorderen Ende. Die Draufsicht ist symmetrisch und spindelförmig. Im Profil ist das Telum leicht asymmetrisch, auf der ventralen Seite konvexer als auf der dorsalen.
Der Apikalwinkel beträgt etwa 12°.
Der Querschnitt des Telum ist fast kreisrund, nur leicht zusammengedrückt. Am proximalen und distalen Ende ist er kreisförmig.
Die größte Dicke erreicht A. jeletzkyi in der Mitte oder sogar gegen das vordere Ende hin.
Das Telum ist Apikal (hinten) glatt, ohne Skulpturelemente. Vorne können unregelmäßige ringförmige Wuchsstrukturen zu erkennen sein. Das adorale Ende endet meist abrupt mit einem glatten Bruch. Ein Exemplar liegt vor, wo der Übergang zum Phragmokon erhalten ist: der Durchmesser nimmt langsam wieder zu und es sind deutlich Kammern zu erkennen. Wir gehen davon aus, dass andere Phragmokome mit demselben Öffnungswinkel ebenfalls zu A. jeletzkyi gestellt werden können.
Da der Holotyp vom Fonsjoch am Achensee beschrieben ist und hier Exemplare von derselben Fundstelle aus demselben Horizont vorliegen, können diese als Paratypen angesprochen werden. Bemerkenswert ist der große Durchmesser mancher Phragmokone, die gefunden werden können. Vorausgesetzt, es handelt sich um dieselbe Art, kann man auf eine Gesamtlänge von Telum + Phragmokon von wenigstens 50cm schließen!

Vergleiche

Atractites alpinus ist im Querschnitt eher ovaler und erreicht die größte Dicke näher am hinteren Ende oder nahe der Mitte. Das Telum ist grundsätzlich dicker und die Zuspitzung am apikalen (hinteren) Ende erfolgt schneller. Außerdem sind die Exemplare durchweg großwüchsiger.
Die Draufsicht und das Profil von A. alpinus sind deutlich verschieden zu denen von A. jeletzkyi.
Atractites alpinus tritt außerdem erst später (im oberen Mittel-Hettangium) auf, knapp unter der marmoreum-Kruste.
Bemerkenswert sind selten Phragmokonreste in der stratigraphischen Nähe von A. jeletzkyi zu finden, die einen wesentlich größeren Winkel und enger aufeinanderfolgende Kammern aufweisen. Deren systematische Stellung ist noch unklar. Vielleicht handelt es sich wie bei Mojsisovics beschrieben um A. depressum HAUER.

Abmessung

Literatur

1993 Atractites sp. 1 aff. A. alpinus Gümbel – Mariotti & Pignatti Taf. 1, 3-5
1996 Atractites jeletzkyi n.sp. – Mariotti & Pignatti, S. 211