Lithostratigraphie

Graue Kalke und Mergel in Wechsellagerung. Die obersten Bänke sind häufig sehr kalkig und im Gelände deutlich als Erhebung sichtbar. Die Abfolge endet mit der sog. T-Bank, welche am Top bitumenreich ist.

Unten graue und braune Tonsteine und Mergel, nach oben zunehmend sandig und mit eingeschalteten Kalkbänken.

Gesamtmächtigkeit: ca. 23m

Als Besonderheit treten nahe der Basis charakteristische rotbraune Tonmergel auf, die als Schattwald-beds bezeichnet werden (etwa 3 m im Karwendelgebirge).

Ca. 6m über der Basis der Tiefengraben Subformation ist am Kuhjoch die Grenze Trias/Jura definiert (vgl. HILLEBRANDT et al. 2013).

Graue mikritische Kalke ohne Mergelzwischenlagen, häufig nur eine oder wenige Bänke.

Mächtigkeit 0,1-2m

Es sind rote, braune, ockerfarbene Kalke, sehr häufig mit starker Anreicherung an Eisenoxid in Form von Krusten und Imprägnationen.

Charakteristisch ist ein sehr eisenreicher, ockerfarbener Kalk, der auch als “Enzesfelder Kalk” im weiteren Sinn bezeichnet wurde.

Der Schnöllkalk kann sparitisch oder mikritisch augebildet sein und endet immer mit einer durchgehenden Eisenkruste (“marmoreum-Kruste”).

Charakteristisch sind am Top eisenverkrustete Gesteinsklasten, Ammonitengerölle, allgemein eine bunte Mischung diverser umgelagerter Gesteinskomponenten.

Schnöllkalk ist an allen Aufschlüssen ausgebildet und wird 0,1 bis 2m mächtig.

 

Über der marmoreum Kruste folgt immer ein mikritischer roter bis rotbrauner Kalk, der Eisenoxid in Form von Konkretionen enthält. Diese Konkretionen können in Größe und Häufigkeit variieren. Sie sind wenige mm bis 20 cm im Durchmesser. Häufig ist das Gestein davon gesprenkelt.

Mächtigkeit: 0,2-2m

Über der Lienbacher Subformation folgt fast immer der rote Knollenkalk des Lias (Adneter Kalk).

Anmerkung: Die sogenannte “calliphyllum-Bank” wird in diesem Zusammenhang häufig erwähnt und ist auch immer in den Aufschlüssen zu finden. Es ist eine markante Anhäufung von Ammoniten der Gattung Psiloceras (v.a. P. calliphyllum).
Diese “Bank” ist aber nicht immer lithostratigraphisch konstant. Sie kann im Graukalk der Breitenberg-Subformation oder im bunten Schnöllkalk enthalten sein, je nach Mächtigkeit des jeweiligen Aufschlusses.
Deswegen sollte der Begriff nicht lithostratigraphisch verwendet werden.

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